Puppenbau / Puppenspiel
Theater des Staunens – Patrik Lumma
Beschreibung / Zielsetzung
Die Teilnehmenden lernen, einfache, aber sehr zweckmäßige Theaterpuppen aus Zeitungspapier herzustellen und damit zu spielen.
Bau von einfachen Stockhandpuppen, Animationsübungen (grundlegende Puppenführung, Atem- und Sprechimpulse), Figur im Bühnenraum (Rahmenbedingungen festlegen), Improvisationsübungen einzeln und in der Gruppe, Fixieren (wiederholbar Machen) von improvisierten Szenen sowie das Erarbeiten vorgegebener Texte.
In einem eintägigen Kurs ist es nicht möglich, alle oben genannten Inhalte zu erarbeiten; hierzu bedarf es einer Projektdauer von ca. drei Doppelstunden (3 x 90 Minuten). Der Erfolg dieses Angebotes beruht im Kern auf der Individualisierung des Lernprozesses in Gruppen. Durch die Eröffnung kreativer Freiräume kann jede:r Teilnehmende den eigenen Zugang zum Thema gestalten. Dadurch werden aus den Schüler:innen Studierende, die den Lernprozess aktiv und kreativ miteinander modellieren.
Zielsetzung:
Improvisationsfähigkeit: Kennenlernen der eigenen kreativen Problemlösungsstrategien. Kenntnis der Grundgesetzmäßigkeiten von Bühne (Schauspiel, Publikums- und Partnerkontakt, innere Logik von Verabredungen und Vorgängen), Unterschiede zwischen Puppen- und Schauspiel, Rollenfindung und -gestaltung, respektvoller Umgang mit den Mitspielenden und dem Material, Aus-der-Rolle-Heraus-Gestalten eines Textes. Erarbeiten einer Szene durch gemeinsames Spiel. Transfer der im geschützten Bühnenraum erlernten sozialen und kreativen Kompetenzen in Schul- und Alltagssituationen.
Für sich selbst gesehen vermittelt der Kurs Fähigkeiten und Fertigkeiten im Bereich des Theaters.
Bezug zum Lehrplan / Bildungs- & Erziehungsplan
Nach über 20 Jahren Erfahrung mit diesem Angebot und der langjährigen Arbeit für LTTA (Learning through the Arts) kann ich sagen: Dieses Angebot ist prinzipiell verknüpfbar mit jedem Lehrplanthema. (Bei einigen Themen, wie z. B. der Lösung von Gleichungen mit 3 Unbekannten, ist es allerdings weniger sinnvoll.)
Es gab schon erstaunliche Theaterstücke in den verschiedensten Fremdsprachen (auch Latein), erfolgreiche Bewerbungstrainings, hunderte neu erfundene Tierfabeln in der Grundschule, Umweltbildung, Erarbeitungen von klassischen Dramen von Goethe bis Frisch und sogar 20-minütige Aufführungen von dramatisierten Bilderbüchern im Kindergarten im Rahmen der Sprachförderung.