Projekt

SCHÖPF. MAL. NEU.

Papier schöpfen

SCHÖPF. MAL. NEU.
Kulturpartner:in Heidi Will | WILLKÜR
Gültigkeit sofort - offen
Alter ab 1. Klasse
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Zielgruppe
Kindergarten Grundschule Förderschule (1–4) Förderschule (5–9) Mittelschule Real- und Wirtschaftsschule Gymnasium
Kultursparte
Bildende Künste Umwelt & Natur Freie Kreativität
Projektform
aktiv

Beschreibung / Zielsetzung

Entdecke, wie aus Altpapier ein neuer Rohstoff entsteht, und stelle dein eigenes Papier her! Nach einem kleinen Ausflug in die Welt des Papiers wird gerissen, geschnipselt, eingeweicht und gemischt, bis aus Altpapier eine neue Papiermasse entsteht – die sogenannte Pulpe. Und dann wird experimentiert! Mit Schöpfrahmen und Wasser entstehen individuelle Papierbögen. Getrocknete Blütenblätter, Fasern und farbige Papierschnipsel eröffnen dabei vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten – ohne vorgegebenes Ergebnis. Stattdessen ist Raum für eigene Ideen, unterschiedliche Herangehensweisen und jede Menge Experimentierfreude.

Nach einigen Tagen Trocknungszeit folgt das Wiedersehen mit den selbstgeschöpften Papieren. Es wird betrachtet, gefühlt, verglichen und gestaunt. Und am Ende hält jeder sein ganz eigenes Stück Papier in den Händen. Und wer weiß? Vielleicht ist das ja erst der Anfang.

So viel Anleitung wie nötig, so viel Freiraum wie möglich. Nach einer gemeinsamen Einführung in Materialien und Techniken wird das Klassenzimmer zum offenen Atelier. Je nach Gruppengröße wird allein oder in kleinen Teams gearbeitet. Dabei ist Raum für unterschiedliche Fähigkeiten, Arbeitsweisen und Ideen. Manche probieren einfach drauflos, andere beobachten erst einmal. Manche brauchen mehr Unterstützung als andere. Für alles ist Platz.

Im Mittelpunkt steht nicht das perfekte Ergebnis, sondern der eigene Weg.

Organisatorische Informationen

Insgesamt 7 Unterrichtsstunden. Die Atelierzeit beinhaltet das Einrichten der Arbeitsplätze, Materialkunde/-Pflege sowie das gemeinsame Aufräumen.

Termin 1 – Papier schöpfen (5 Unterrichtsstunden)

Termin 2 – Papier entdecken (2 Unterrichtsstunden)

LUST AUF MEHR? Die selbstgeschöpften Papiere bieten jede Menge Möglichkeiten zum Weitergestalten: mit Pflanzendrucken, Stempeln, Malerei, als Karten zu saisonalen Anlässen und und und. Ergänzende Ateliers können individuell abgestimmt werden.

IDEALE GRUPPENGRÖSSE: 6 – 12 Kinder/Jugendliche, ab der 1. Klasse – Viel Raum für eigene Ideen, individuelle Begleitung und freies Experimentieren.

GRÖSSERE GRUPPEN AUF ANFRAGE: bis zu 28 Kinder/Jugendliche – Auch ganze Schulklassen möglich – dann steht das gemeinsame Experimentieren stärker im Mittelpunkt und es wird in Teams gearbeitet.

Das Atelier ist offen für Kinder mit unterschiedlichen Erfahrungen, Fähigkeiten und Bedürfnissen. Künstlerische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Gruppengröße, Ablauf und Gestaltungsmöglichkeiten können individuell abgestimmt und an die Bedürfnisse der Kinder/Jugendlichen angepasst werden. Einfach anfragen – gemeinsam finden wir ein passendes Format!

Hard Facts

Sämtliche Werkzeuge, weitere Arbeitsmaterialien, Tischschutzunterlagen und Atelierschürzen werden gestellt.

Im Papieratelier wird gerissen, gemischt, geschöpft und mit Wasser gearbeitet. Dabei kann es auch mal nass und unordentlich werden. Benötigt wird ein ausreichend großer Raum mit Tischen zum gemeinsamen Arbeiten und Platz für Schöpf- und Gautschstationen. Die Anordnung der Arbeitsplätze richtet sich nach der Gruppengröße. Tischschutzunterlagen werden mitgebracht. Falls ein zusätzlicher Bodenschutz erforderlich ist, sollte dieser vorab von der Einrichtung organisiert werden.

Die selbstgeschöpften Papierbögen sowie die gereinigten Schöpfwannen und bespannten Rahmen verbleiben zwischen den Terminen an einem geschützten Ort, damit alles vollständig trocknen kann. Für die Papierbögen werden geeignete Trockenflächen beziehungsweise Platz für Trockenständer oder Leinen benötigt. Die Trocknungszeit beträgt etwa drei Tage.

Ein gut erreichbarer Wasseranschluss, möglichst im selben Raum, ist erforderlich. Die Schöpfwannen müssen befüllt und entleert werden können. Papierfasern werden vor der Wasserentsorgung aufgefangen, damit sie nicht in den Abfluss gelangen.

Bitte vorab etwa 50 g helles, unbeschichtetes Altpapier pro Kind sammeln. Das entspricht ungefähr 10 Blatt A4 (Am besten eignet sich helles, möglichst wenig bedrucktes Schreib-, Kopier- und Druckerpapier. Ergänzend können Zeitungen, farbiges Papier oder alte Zeichnungen mitgebracht werden. Bitte kein beschichtetes oder glänzendes Papier, Fotopapier, Kassenzettel oder verschmutztes Papier. Je heller das Ausgangspapier, desto heller wird die Pulpe – und desto besser kommen Farben und Einschlüsse zur Geltung.)

Von Anfang bis Ende dabei

Ein wichtiges Anliegen von WILLÜR ist es, Kinder zu ermutigen, auch außerhalb der Ateliers eigene Ideen zu verwirklichen. Denn zum Selbermachen gehört nicht nur das Gestalten, sondern auch das Wissen, wie etwas funktioniert, welche Werkzeuge und Materialien benötigt werden und wie man den Arbeitsprozess selbst organisiert. Deshalb erleben die Kinder möglichst alle Schritte – vom Einrichten der Werkstatt über das Kennenlernen und den Umgang mit Werkzeugen und Materialien bis zur fachgerechten Entsorgung von Resten, der Reinigung und dem gemeinsamen Aufräumen. Diese Arbeitsschritte sind bewusst Teil des pädagogischen Konzepts und fest in der Atelierzeit verankert.

Bezug zum Lehrplan / Bildungs- & Erziehungsplan

Nachhaltigkeit erleben – Aus Altem Neues schaffen, Ressourcen bewusst nutzen und Materialien wertschätzen.

Entdecken & Experimentieren – Neugierig sein, Fragen stellen, mit Materialien, Farben und Formen spielen und eigene Ideen entwickeln.

Mit allen Sinnen gestalten – Materialien fühlen, Strukturen entdecken und mit den eigenen Händen etwas erschaffen.

Selbstvertrauen stärken – Eigene Entscheidungen treffen, Lösungen finden und erleben: Das habe ich selbst gemacht!

Ganz nebenbei werden Kreativität, Fantasie, Feinmotorik, Wahrnehmung, Konzentration, Geduld, Ausdauer, Selbstständigkeit und Zusammenarbeit angeregt. Und weil nicht immer alles nach Plan läuft, lernen die Kinder auch, zu improvisieren und Zufälle zuzulassen.

Eckdaten